Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit über das ganze Leben. Sie kann das Altern nicht verhindern, aber dazu beitragen, Zellfunktionen zu erhalten, chronische Entzündungen zu senken und das Risiko vieler altersbedingter Erkrankungen zu verringern.

Studien aus Regionen mit besonders hoher Lebenserwartung zeigen, dass eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit einem gesünderen Altern verbunden ist. Die mediterrane Ernährung ist dafür ein bekanntes Beispiel.

Die Grundsätze einer longevity-förderlichen Ernährung

Im Alltag empfiehlt es sich, Gemüse und Früchte — reich an Antioxidantien und Ballaststoffen —, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide, hochwertiges pflanzliches Eiweiss oder Fisch sowie gute Fette wie Olivenöl, Nüsse und omega-3-reiche Fische zu bevorzugen.

Umgekehrt begünstigt ein übermässiger Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln, zugesetztem Zucker und Transfetten Entzündungsprozesse und kann die metabolische Alterung beschleunigen.

Das Ziel ist nicht nur, länger zu leben, sondern unter möglichst guten Bedingungen zu altern.

Auch der Rhythmus der Mahlzeiten spielt eine Rolle

Über den Inhalt des Tellers hinaus scheint auch der Zeitpunkt der Mahlzeiten die metabolische Gesundheit zu beeinflussen. Bei manchen Menschen können längere nächtliche Fastenperioden oder eine auf ein bestimmtes Zeitfenster begrenzte Nahrungsaufnahme die Insulinsensitivität verbessern und die natürlichen Mechanismen der Zellreparatur unterstützen. Solche Ansätze müssen jedoch an die jeweilige medizinische Situation angepasst werden.

Die Ernährung ist eine der Säulen der Präventivmedizin. Zusammen mit regelmässiger körperlicher Aktivität, gutem Schlaf und einem guten Stressmanagement trägt sie dazu bei, Gesundheit und Selbstständigkeit im höheren Alter zu erhalten.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.